Durch die Kunst die Räume des Religiösen verstehen
Himmelsstürmer 2011 eine Nachbetrachtung
Elf Wochen lang wurden in diesem Sommer die mittelalterlichen Innenstadtkirchen Braunschweigs in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Ausstellung „Himmelsstürmer 2011“ präsentierte zehn Künstler aus den BBK Verbänden Leipzig, Bremen und Braunschweig in neun Braunschweiger Stadtkirchen.
Kirchen-Kunst-Parcours in Braunschweigs Innenstadtkirchen
Eröffnung am 13.6.2011, um 19:00 Uhr im Kreuzgang der Bründernkirche, Schützenstraße
Portal der Bartholomäuskirche
Himmelsstürmer 2011: das sind 10 Künstlerinnen und Künstler aus Leipzig, Bremen und Braunschweig, die vom 14. Juni bis 28. August aktuelle Werke in neun mittelalterlichen Kirchen der Braun-schweiger Innenstadt präsentieren. Eröffnet wird die Ausstellung am 13. Juni, um 19 Uhr, im Kreuzgang der Brüdernkirche, in der Schützenstraße.
Kunst trifft Kirche – das ist der Leitgedanke, der hinter diesem Kunstprojekt steht.
Sabina Kaluza widmet sich einem der Schwerpunktthemen der Gemeindearbeit, der Seelsorge, und der Erinnerung an Menschen, die ohne Begleitung bestattet wurden. Am „Drösemannschen Altar“ bringt sie, an Stelle zweier nach dem Weltkrieg verloren gegangener Bilder, Arbeiten an, die symbolisch den unbedacht Gestorbenen gewidmet sind. Die Zahl 1649 der verwendeten Symbole in der ersten Arbeit bezieht sich auf die Vergangenheit und das Entstehungsjahr des Altars. Die Zahl 2011 in der zweiten Arbeit wiederum auf die Gegenwart.
St.-Petri-Kirche, Lange Straße 33, 38100 Braunschweig
Öffnungszeiten: Mo - Fr, 11 - 17 Uhr und Sa/So, 15 - 17 Uhr
Ausverkauf
Kerstin Schulz
Welchen Wert hat die Kirche, welchen das Gemeindeleben? Mit Millionen von Sonderpreisetiketten beleuchtet das Kunstprojekt von Kerstin Schulz das Problem der Kirchen, auch in wirtschaftlich schweren Zeiten die Gotteshäuser und Gemeinden zu erhalten. "Alles muss raus! Kirche im Schlussverkauf!" schreit es dem Betrachter entgegen, wenn die Michaeliskirche in einen Sonderpostenmarkt verwandelt wird. Sehen, staunen, kaufen, lautet hier die neue Glaubensformel. Mit der provokanten Überspitzung des Ausverkaufs sakraler Symbole sind Widersprüche beabsichtigt und erwünscht.
Der Maler und Foto-Performance-Künstler Herwig Gillerke hat einem Schwerpunkt der Gemeindearbeit von St. Martini, die Jugendkirche, für sich als Inspiration genutzt. Als Teil seiner Serie „Greates Hits - Extended Version“ wird er Bilder präsentieren, deren Grundlage Textzeilen aus dem Bereich der Popmusik bilden, die sich auf religiöse Inhalte beziehen.
® Zeigen ® Tauschen w Kaufen w Schauen w Hören und Ergötzen ® Fünf Stunden Kunstbaustelle in der Torhaus-Galerie mit DJ Butch Cassady (Riptide) Einlaß ab 18 Uhr.